Wurde Timmy Hopes gerettet, weil er einen Namen hat?

Leider gibt es zahlreiche dokumentierte Fälle von namenlosen Walen, die durch das Verschlucken von Meeresmüll – hauptsächlich Plastik – verendet sind. Der Müll verstopft den Magen, führt zu einem falschen Sättigungsgefühl, inneren Verletzungen und letztendlich zum qualvollen Hungertod.

Hier sind einige bekannte Beispiele:

  • Pottwal (Sardinien, Italien – 2019): Im Magen eines trächtigen Pottwals wurden 22 Kilogramm Plastikmüll gefunden, darunter Einkaufstüten, Einwegteller, Schläuche und Fischernetze.
  • Grindwal (Thailand – 2018): Ein junger Grindwal starb, nachdem er über 80 Plastiktüten (ca. 8 kg) verschluckt hatte. Retter versuchten vergeblich, das Tier zu retten, das während der Rettungsaktion mehrere Tüten erbrach.
  • Pottwal (Indonesien – 2018): In Indonesien wurde ein toter Pottwal mit knapp 6 Kilogramm Plastikmüll im Magen angespült. Gefunden wurden u.a. 115 Plastikbecher, 25 Tüten, 4 Flaschen und 2 Flip-Flops.
  • Schnabelwal (Philippinen – 2019): Ein toter Cuvier-Schnabelwal hatte 40 Kilogramm Plastikmüll im Magen, was von Wissenschaftlern als eine der größten Mengen bezeichnet wurde, die jemals bei einer Autopsie gefunden wurden.
  • Pottwal (Murcia, Spanien – 2018): Ein 10 Meter langer Pottwal verendete mit 29 Kilogramm Plastikmüll (Tüten, Netze, Kanister) im Magen, was zu einer tödlichen Bauchfellentzündung führte.

Warum fressen Wale Müll?
Wale können Plastik oft nicht von ihrer natürlichen Nahrung (wie Tintenfischen) unterscheiden. Besonders Pottwale verwechseln Plastiktüten oder Folien im Wasser mit ihrer Beute. Zudem nehmen viele Wale, wie Blauwale, beim Filtrieren des Wassers riesige Mengen an Mikroplastik auf.

Dieses Video zeigt eindrücklich, wie viel Plastikmüll im Magen eines toten Wals gefunden wurde: